Die HPV-Technologie zur Dekontamination ganzer Räume

HPV - Diese Abkürzung steht für Hydrogen Peroxide Vapour, übersetzt Wasserstoffperoxiddampf. Den Wirkstoff Wasserstoffperoxid zur Desinfektion von Oberflächen haben wir Ihnen bereits vorgestellt, auf dieser Seite möchten wir Ihnen nun die im SDS Prozess eingesetzte HPV-Technologie näher bringen.

Die HPV-Technologie ist ein effektives und umweltfreundliches Verfahren zur Dekontamination von Oberflächen mit hervorragender mikrobiologischer Wirksamkeit. Doch wie genau funktioniert dieses Verfahren?

Im ersten Schritt der Bio-Dekontamination wird mit Hilfe unserer H2O2-Dampf-Generatoren schlagartig Wasserstoffperoxid verdampf, indem es als flüssige Lösung (30-35 % H2O2) auf eine Heizplatte getropft wird. Durch das Auftreffen des Wasserstoffperoxids auf die über 100°C heiße Oberfläche wird die Flüssigkeit schlagartig gasförmig - der H2O2-Dampf entsteht:

Schlagartige Verdampfung
 

Nach Entstehung des H2O2-Dampfes wird dieser mit Hilfe von Ventilatoren im gesamten Raum verteilt, die Steuerung und ständige Überwachung der Generatoren erfolgt dabei von außerhalb des Raumes.

Bei der Verteilung des Wasserstoffperoxids im Raum kommt es zu einer sogenannten Mikrokondensation: Zunächst erfolgt eine Abtötung von Keimen über den zufälligen Kontakt der
H2O2-Moleküle mit der Oberfläche (s. Bild "Mikrokondensation 1"). Nach einiger Zeit ist der Taupunkt des Dampfes erreicht,  die Moleküle beginnen auf den Oberflächen zu kondensieren. Dies ist im zweiten Bild (Mikrokondensation 2) dargestellt. Diese Ablagerung der Wasserstoffperoxid-Moleküle auf der Oberfläche wird Mikrokondensation genannt.

Ab einer gewissen Konzentration an H2O2 in der Raumluft tritt die Sättigung ein. An diesem Punkt ist die gesamte Oberfläche von Wasserstoffperoxid-Molekülen überzogen, wie es in Bild 3 der Fall ist. Somit kommt es zum direkten und ganzflächigen Kontakt von H2O2 mit der Oberfläche und ermöglicht dadurch eine schnelle und sehr effektive Wirksamkeit.

 
Mikrokondensation 1zoom
Mikrokondensation 1
Mikrokondensation 3zoom
Mikrokondensation 3
Mikrokondensation 2zoom
Mikrokondensation 2
 

Die nachfolgende Abbildung soll Ihnen den Zusammenhang der Schichtdicke des kondensierten H2O2 auf der Oberfläche und der Anzahl der Keime verdeutlichen. Es ist deutlich zu erkennen, dass ab dem Erreichen des Taupunktes und damit dem Einsetzen der Mikrokondensation die Anzahl der Keime schlagartig abnimmt. Die schnelle Abtötung setzt ein.

 
Einfluss der Schichtdicke im Prozess der Mikrokondensation
 

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